Betonrausch

2025

Installation mit Stereoton

14:58

Steine fügen sich zwischen den Beton. Wasser stürzt blau leuchtend über sie, bevor es sich im Raum verliert. Betonrausch setzt sich damit auseinander, wie in einem Tunnel Landschaft- und Natur dargestellt werden können. An- und abschwellendes Rauschen ist zu hören, das jedoch kein Wasser ist, sondern sich bei genauem Hinhören als Verkehrslärm auf einer nahen Brücke entpuppt. Das falsche Rauschen, der Beton, hinter dem sich in weiteren Tunnelröhren Autoströme ergießen, und das sanfte Blau verbinden sich zu einem Geflecht aus geträumter und realer Landschaft.

graue Körper

2025

Installation mit Stereoton

7:33

graue Körper ist ein monumentales Gebilde, das vom Boden bis zur Decke des KIT reicht. Wenn man es betritt, scheint die Decke wegzufallen und die aufeinander zulaufenden Wände setzen sich in einem Fensterschacht fort. Unter dem Fenster steht eine Bank, auf die man sich setzen oder legen kann, um einen Text anzuhören. Gedicht- und Prosafragmente ergänzen sich zu Gedanken über Tunnel, Beton, Ausstellungsräume und das KIT.

nicht mehr noch nicht

2025

Installation mit Videos

ca. 10:00

Zwischenräume, Niemandsland, Baulücken werden in nicht mehr noch nicht untersucht. Auf leichte Stoffbahnen projiziert, tauchen Buchstaben auf, fügen sich zu Gedichten über verschiedene Arten von Resträume zusammen und verschwinden. Sie mischen sich mit Bildmaterial aus gebauten Modellen eben dieser Orte. Sie fragen, wie Orte aussehen, die nicht mehr und/oder noch nicht eine Funktion erfüllen. Wie begegnen wir ihnen? Was finden wir bei ihnen?

KGV im Tunnel 1990

2025

Installation

Die Ausstellung restraumraumrest setzt sich auch mit der Geschichte ihres Ausstellungsortes auseinander. Das KIT ist ein unterirdischer Tunnel zwischen den Röhren, des Rheinufertunnels und wird seit 2007 als Ausstellungsort betrieben. KGV im Tunnel 1990 ist ein etwas anderes Archiv. Wo Boden und Decke aufeinander zulaufen, legte Miriam Bornewasser einen Kleingarten an. Oft auf Restflächen entstanden, sind Kleingärten Orte der Freiheit, Natur und Erholung, aber auch klarer Regulierung.

Die Parzellen von KGV im Tunnel 1990 sind Jahren zugeordnet. In Formen von Gartenlauben, Zäunen und Bepflanzung tauchen hier bisherige Ausstellung auf und geben einen subjektiven Eindruck davon, was schon alles im KIT stattgefunden hat.

manchmal - nach und nach - später

2024
Installation mit 5-Kanal- und Stereoton und Video
ca. 1:00:00

Wo verlaufen die Grenzen zwischen toter Materie und lebenden Organismen? Wieviel neues Leben lässt sich in Verfall finden? Anhand dieser Fragen untersucht manchmal - nach und nach - später eine mögliche Beziehung zu einem leerstehenden Haus.
Die Installation besteht aus drei Aspekten, die zugeschnitten auf die Gegebenheiten des Ausstellungsraumes entstanden sind. 

Flurbegehung

2024
Video
10:03

In einem gesichtslosen Flur sind Türen aneinander gereiht. Lichter ziehen über sie, schalten sich an und aus, sickern schließlich in die Wände ein, treiben neue Blüten.
Flurbegehung ist eine Auseinandersetzung damit, wie Nicht-Orte belebt werden können.
Das Video entstand im Rahmen einer Kooperation der Klasse Dakic mit dem IMAI – Inter Media Art Institute für die Ausstellung Circulating Copies, um auf einer LED-Leinwand am Köbogen II, Düsseldorf, gezeigt zu werden, weshalb sich das besondere Format von 5400 x 400 Pixeln ergibt.

Düsseldorf - 2-Zimmer - kalt (13.11.2023)

2024
Installation mit Stereoton
24:00

Modelle Düsseldorfer Zweizimmerwohnungen stapeln sich zu einem fragilen Wolkenkratzer. Durch die Fenster- und Türöffnungen erlauben sie den Betrachtenden Einblicke in fremde Wohnräume. Aus dem Turm selbst kommen die Geräusche des Wohnens. Mit Babygeschrei, Toilettenspülung und Klaviergeklimper werden zwei Tagesabläufe nachgestellt.
Düsseldorf - 2-Zimmer - kalt (13.11.2023) untersucht, wie Stadt heute aussieht und lädt dazu ein, sich neue, utopische Wohnkonzepte auszumalen. Wie leben wir heute? Wie gestaltet unser Wohnraum unser Miteinander und was für andere Möglichkeiten sind denkbar?

Bei der 78. Bergischen Kunstausstellung erhielt Düsseldorf - 2-Zimmer - kalt (13.11.2023) den ersten Publikumspreis.

Eine Protagonistin verschwindet

2023
Installation mit Video und 4-Kanal-Ton
4:21
Text aus Die gelbe Tapete (Charlotte Perkins Gilman)
und Malina (Ingeborg Bachmann)

In den sich bewegenden Mustern einer Tapete erkennt eine Erzählerin nach und nach eine Frau und fühlt sich ihr immer mehr verbunden, bis sie mit ihr zu verschmelzen scheint.
Während eines Streits mit ihrem Mitbewohner verschwindet eine namenlose Protagonistin in einem Riss in der Wand und hört auf zu existieren.
Nicht nur bei Charlotte Perkins Gilman und Ingeborg Bachmann sind Frauen, die aus Wänden kommen oder in ihnen verschwinden, ein wiederkehrendes Motiv in Kunst und Literatur. In Eine Protagonistin verschwindet verschmelzen ihre Geschichten zu einer.

In my unguided mind

2023
Installation mit Ton
12:14
Text aus Alice in Bed und Unguided Tour (Susan Sontag)

In Susan Sontags Alice in Bed stellt sich die Protagonistin vor, nach Rom zu reisen, und denkt über die besonderen Möglichkeiten und Limitationen nach, die sich daraus ergeben, sich eine Reise bloß vorzustellen.
Die Installation In my unguided mind kombiniert den Monolog über die Romreise und Unguided Tour, eine Auseinandersetzung Susan Sontags mit dem Reisen im Allgemeinen. Zitate aus beiden Texten werden von einer Stimme gesprochen und verschmelzen zu einem Zwiegespräch, das beispielsweise Assoziationen über (imaginäre) Reisen, Tourismus und Erinnerung anregt. Über einem Bett dreht sich ein Mobile aus Elementen, die eine andere Form der Romreise darstellen, und die Betrachtenden einladen, sich hinzulegen und zu träumen.